Die Kraft der Atmung 

 

Schließe für einen Moment deine Augen und atme einmal tief ein und aus! 

Na, wie hat sich das angefühlt? 

Hast du heute, außer gerade eben, schon einmal bewusst auf deinen Atem geachtet? 

Die meiste Zeit atmen wir unbewusst, denn das macht unser vegetatives Nervensystem für uns ganz automatisch. 

Glücklicherweise müssen wir so nicht ständig daran denken. 

 

Und trotzdem kann ein bewusster Atem super wirkungsvoll sein. 

Nicht umsonst gibt es Redewendungen wie „da bleibt einem die Luft weg“ oder „atme einmal tief durch“. 

An diesen beiden Beispielen sieht man schon die direkte Verbindung zwischen Atem und Emotionen. 

 

Atmung und Stress 

 

Die Luft bleibt uns zum Glück nicht andauernd weg. Aber was passiert eigentlich bei Stress? 

Sobald der Stress steigt, atmen wir schneller, die Herzfrequenz steigt und die Muskeln spannen sich an. 

Durch die vertiefte und schnellere Atmung wird mehr Sauerstoff für die Kampfbewegungen bereitgestellt.

Denn Stress ist eigentlich eine Kampf- oder Fluchtreaktion des Körpers, die viel Energie benötigt. 

Doch in der heutigen Zeit wird das leider immer mehr zum Normalzustand. 

 

Atmen gegen Stress 

 

Tatsächlich könnte es leichter nicht sein. 

Bist du in einer Stresssituation, nimm dir nur einen kurzen Moment Zeit und richte deinen vollen Fokus auf deine Atmung. 

Am Besten atmest du dabei durch die Nase ein und achtest darauf deinen Körper (vor allem den Kiefer und deine Schultern) ganz locker zu lassen. 

Noch beruhigender ist es, wenn doppelt so lange aus- wie einatmest.  

Nur wenige Atemzüge können bereits kleine Wunder bewirken. 

Denn atmen wir langsamer, deaktiviert sich das sympathische Nervensystem und das parasympathische Nervensystem wird aktiver. Das heißt der Körper schaltet vom Aktivmodus in den Ruhe- und Erholungsmodus.

 

Das tolle daran, du kannst es überall und jederzeit anwenden. 

Probiere am Besten gleich mal aus, wie du dich nach nur wenigen achtsamen Atemzügen fühlst.